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Donnerstag, 15. September 2016

Olperer Überschreitung mit anschließender Umrundung...

Letztes Wochende waren Martin R. und Helli M. auf dem Olperer. Für den Verfasser war dies der Abschluss eines vieljährigen Projektes, dessen Wurzeln mit einem dem Vater abgerungenen Versprechen diesen Berg zu besteigen bis in die frühen Jugendjahre zurück reichen. Nachdem mein Vater, ablebensbedingt, sein Versprechen nun wohl definitiv nicht mehr einlösen wird, war es nach zweijährigem Respektabstand nun wirklich Zeit den Sack zu zu machen.
Martin R. beim fahrradgestützen Zustieg durch das hinterste Valstal...
Beim Anmarsch zum Nächtigungsort Geraerhütte. Das Buchungsverfahren kann als etwas aufwändig bezeichnet werden. Da der Verfasser den digitalen und analogen Anordgungen der Wirtsleute peinlichst genau Folge leistete wurden wir sehr zuvorkommend und freundlich untergebracht. Die schleißige Meldemoral bezüglich Teilnehmerzahl einer anderen Gruppe, wurde von der reschen Wirtin allerdings mit aller gebotenen Hantigkeit bedacht, sodass sich der Verf. an die reichlich ambivalente Gastfreundschaft der Phäaken erinnert fühlte.
Am nächsten Tag um 06:15 ging es los...
Nach ca. 2h Zustieg durch das Gletschervorfeld waren die Reste des Olpererferners erreicht.
Nach kurzer Rast auf der Wildlahnerscharte nahmen wir den finalen Gipfelstrum über den Nordwestgrat in Angriff...
Martin im steilen Firn...
Gegen Mittag war der Gipfel erreicht. Eine Wiener Seilschaft erklärte sich dankenswerter Weise bereit den Moment zu verewigen. Die Perspektive spricht für sich...
Wir entschieden uns für den Abstieg über den NordSüdostgrat. Der Verf. folglichermaßen auf dem Kees...
Hinten im Bild das Etappenziel Alpeinerscharte... Nach ca. 2h Anmarsch, 1h Aufstieg, und 1h Abstieg schloss sich der Kreis um 18:00 bei der Geraer Hütte...
Beweisfoto einer präzisen Tourenplanung, war 18:00 doch exakt die prognostizierte Ankunftszeit. Leichte Gewitteranzeichen im Wipptal - die vorgenommenen Messungen ergaben, dass die näheste Blitzaktivität gute 4km von unserem Standort entfernt war.

Der Abstieg wartete noch mit einer kleinen Überraschung in Form eines luftleeren Fahrradreifens auf. Dennoch erreichten wir um 19:45 nach 13h:30 Gesamtzeit gerade noch rechtzeitig die 4000er Feier an der BSSStJ. Als symbolische Anerkennung der herkulischen Leistungen des Leiters derselben überreichten wir gesammelte 82 Preiselbeeren.

Unsere eigene Leistung bedachte der LdBSSStJ lediglich mit den Worten "...was ist denn das für eine Tourenplanung?" Der Verfasser wäre beinahe geneigt den Auspruch Karl Lukans zu zitieren, den er in einer Publikation der Bergsteigerdörfer auf der Geraerhütte vorfand...

Noch mehr Fotos gibt es hier...

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