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Freitag, 23. September 2016

Alle 82 Viertausender der Alpen - Die finale Schreckhorn-Lauteraarhorn-Überschreitung


Am 25.August 2016 war es soweit: Gemeinsam mit Ulrich konnte/durfte ich (Hubsi, LdBSSSTJ) die beiden letzten der 82 höchsten Gipfel des Alpenbogens besteigen (ja vielleicht verschreib ich mich der Poesie hinkünftig) - das Schreckhorn (4078 m) & Lauteraarhorn (4042 m). Da ich nun vergleichen darf, sage ich: Es ist die schönste Überschreitung zweier 4000er.
Am letzten der 82 - am Lauteraarhorn. Im Hintergrund der vorletzte - das Schreckhorn.
Ein schöner Anstieg von Grindelwald zur Schreckhornhütte. Ein kurzer Auszug aus dem Telefonat mit dem Hüttenwart (seit 37 Jahren dort oben, die letzte Saison heuer):
Sind die Verhältnisse am Schreckhorn gut? "Ich war nicht obe, das weiß ich nicht!" Ja aber es müssen ja in den letzten Tagen bei dem Wetter Bergsteiger hinauf sein. "Das weiss ich nicht. Gestern ist keiner rauf gekommen - ich muss jetzt in die Küche." Gut - ich ruf später nochmals an. "Lieber nicht!"
(Habs trotzdem getan, um zu reservieren. Die Frau Gemahl war dann sehr kommunikationsfreudig.)


Abendidylle: Ulrich und über seinem Gesäss aufragend die Eiger-Südwand.
Start um 2:30 im T-Shirt: Der Tag erwacht: Das Finsteraarhorn sehnt sich nach dem zärtlichen Strahl der Morgensonne.
Am Schreckhorn - um 7.15 h - nun wartet der 1 km lange Grat (IV) hinüber zum Lauteraarhorn. Schaut gar nicht soo weit aus, aber im Gegensatz zur Sonne trügt der Schein.
Da sieht man ein bissl wie lange die Sach ist - das Lauteraarhorn ist dahier noch nicht erreicht - um 11.30 aber. (s.o.)


Beim Abstieg - wir wählten den Schraubengang auf Anraten von einem der weltbesten Schweizer Bgf: Sehr hoher, nicht empfehlenswerter Abenteuer-Bonus mit wenig Zeit-Bonus.


Danke Ulrich für das Bild - eines meiner Lieblingsbilder: Mit Ruhe und Zufriedenheit schaue ich in diesem Augenblick um mich und zurück auf all die Jahre, in denen sich die 82 Gipfel aneinandergereiht haben.
EPILOG:


Danke Hannes
Danke Reini 
Danke Ulrich
Danke Kathi


Kurz Schlussbemerkung:
Dem Erfolg ging eine Niederlage ;-) voraus. Eigentlich wollte ich ja bis zum 50iger mein Ziel erreichen. Verfehlt. Im Nachhinein Gott sei Dank. Nur so konnten wir zweimal feiern.
Wir müssen ja viel mehr feiern, denn:

"Das Leben währt kaum einen Sommertag!"


Donnerstag, 15. September 2016

Olperer Überschreitung mit anschließender Umrundung...

Letztes Wochende waren Martin R. und Helli M. auf dem Olperer. Für den Verfasser war dies der Abschluss eines vieljährigen Projektes, dessen Wurzeln mit einem dem Vater abgerungenen Versprechen diesen Berg zu besteigen bis in die frühen Jugendjahre zurück reichen. Nachdem mein Vater, ablebensbedingt, sein Versprechen nun wohl definitiv nicht mehr einlösen wird, war es nach zweijährigem Respektabstand nun wirklich Zeit den Sack zu zu machen.
Martin R. beim fahrradgestützen Zustieg durch das hinterste Valstal...
Beim Anmarsch zum Nächtigungsort Geraerhütte. Das Buchungsverfahren kann als etwas aufwändig bezeichnet werden. Da der Verfasser den digitalen und analogen Anordgungen der Wirtsleute peinlichst genau Folge leistete wurden wir sehr zuvorkommend und freundlich untergebracht. Die schleißige Meldemoral bezüglich Teilnehmerzahl einer anderen Gruppe, wurde von der reschen Wirtin allerdings mit aller gebotenen Hantigkeit bedacht, sodass sich der Verf. an die reichlich ambivalente Gastfreundschaft der Phäaken erinnert fühlte.
Am nächsten Tag um 06:15 ging es los...
Nach ca. 2h Zustieg durch das Gletschervorfeld waren die Reste des Olpererferners erreicht.
Nach kurzer Rast auf der Wildlahnerscharte nahmen wir den finalen Gipfelstrum über den Nordwestgrat in Angriff...
Martin im steilen Firn...
Gegen Mittag war der Gipfel erreicht. Eine Wiener Seilschaft erklärte sich dankenswerter Weise bereit den Moment zu verewigen. Die Perspektive spricht für sich...
Wir entschieden uns für den Abstieg über den NordSüdostgrat. Der Verf. folglichermaßen auf dem Kees...
Hinten im Bild das Etappenziel Alpeinerscharte... Nach ca. 2h Anmarsch, 1h Aufstieg, und 1h Abstieg schloss sich der Kreis um 18:00 bei der Geraer Hütte...
Beweisfoto einer präzisen Tourenplanung, war 18:00 doch exakt die prognostizierte Ankunftszeit. Leichte Gewitteranzeichen im Wipptal - die vorgenommenen Messungen ergaben, dass die näheste Blitzaktivität gute 4km von unserem Standort entfernt war.

Der Abstieg wartete noch mit einer kleinen Überraschung in Form eines luftleeren Fahrradreifens auf. Dennoch erreichten wir um 19:45 nach 13h:30 Gesamtzeit gerade noch rechtzeitig die 4000er Feier an der BSSStJ. Als symbolische Anerkennung der herkulischen Leistungen des Leiters derselben überreichten wir gesammelte 82 Preiselbeeren.

Unsere eigene Leistung bedachte der LdBSSStJ lediglich mit den Worten "...was ist denn das für eine Tourenplanung?" Der Verfasser wäre beinahe geneigt den Auspruch Karl Lukans zu zitieren, den er in einer Publikation der Bergsteigerdörfer auf der Geraerhütte vorfand...

Noch mehr Fotos gibt es hier...