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Montag, 15. Oktober 2001

Verinsausflug 2001

Vereinsausflug 2001:

Der Vereinsausflug 2001 war anfangs, organisatorisch gesehen, eine etwas schwere Geburt. Die ursprüngliche Zusage, dass Ossi und mir die Durchführung dieser beliebten Vereinsaktivität dieses Jahr abgenommen werde, bewahrheitete sich nicht. Also galt es in letzter Minute ein geeignetes Ziel samt Quartier zu finden, was in Anbetracht der kurzen Zeit und der widrigen Witterung im September eine nicht ganz leichte Aufgabe darstellte.
Nach einigen Vorschlägen - für die ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Ingmar und Stoffl bedanken möchte - kam Ossi im Rahmen eines Vereinsabends auf die dann schließlich durchgeführte Route von Boden im Lechtal aus, über Hanauer- und Steinseehütte ins Inntal hinaus zu wandern. Ein nicht ganz unehrgeiziges Unternehmen, wenn man Wegstrecke und Alter - bzw. Jugend der zu erwartenden Teilnehmer bedenkt. Wilde Gerüchte über beängstigende Gehzeiten machten die Runde, was offensichtlich insbesondere fast die gesamte Aktivitas bereits im Vorfeld er- und abschreckte !
Nach Quartierfindung, Transportmittelbeschaffung und Ausschreibung (Ossi sei Dank !) brachen letztlich beachtliche 33 Mitfahrer (Vereinsbrüder, Gäste, Kinder und 1 Hund), nach dem mittlerweile bereits klassischen Warten auf den üblichen Zuspätkommenden, in dem größten Bus, den die Hahntennjochstraße erlaubt, Richtung Lechtal auf. Die kurze Stadtrund/(irr)fahrt durch Imst war im Programm zwar nicht vorgesehen - aber trotzdem schön und so gelangten wir schließlich aufs vorhin genannte Joch. Von dort aus wanderte der Großteil der Teilnehmer gemütlich nach Boden, während die fanatischen Watter unter uns sich direkt zum Bergasthof "Bergheimat" chauffieren ließen. Aus dem geplanten Spielchen wurde aber nichts, da dort bereits der heurige Überraschungsgast auf sie wartete. Nein, es war diesmal nicht der Meini (der war schon von Innsbruck an mit von der Partie !) , sondern unser lieber Vereinsbruder Heinz Oberhammer hat sich die Mühe gemacht samt Gattin eigens von Tübingen anzureisen ! -und das trotz der Erwartung eines Enkelkindes und schrecklicher Erinnerungen an eben dort stattgefunden habende Strafexpeditionen aus der eigenen Kindheit ! Mir wurde von der erzteutonischen Belegschaft das letzte verbleibende Zimmer zugewiesen - bezeichnender Weise ein Einzelzimmer, was eine gewisse Parallele zu meiner Singularität in Bezug auf das Vorhandensein weiterer Aktiver darstellte.
Nach gutem, aber deftigem Abendessen blieben beim geselligen, abendlichen Beisammensein nur die ausgesprochen schlechten "Schraubverschlußflaschenweine" zu beanstanden ! Das machte sich aber tags darauf, durch fehlendes Kopfweh bei allen Teilnehmern positiv bemerkbar und dürfte nebenbei auch die AH-Kasse (wenn schon ausnahmsweise nicht den Kassier !) gefreut haben ! Nach Frühstück und entsprechend gestaffeltem Aufbruch war bei herrlichem Wetter die Hanauerhütte und damit die erste gemeinsame Rast schnell erreicht ! Über einen steiler und interessanter werdenden Weg arbeitete sich dann eine nur leicht aufgefiederte Vereinskolonne in Richtung östliche Dremelscharte hinauf, wobei die alpinen Gefahren des doch recht ausgesetzten und von Schneeflecken gesäumten Weges mit der gebührenden Verachtung und Souveränität von Allen bestens gemeistert wurden ! Natürlich gab es auch diesmal (wie bei jeder Vereinsunternehmung !) eine kleine Gruppe Abtrünniger, die eine noch ehrgeizigere Wegvariante mit Gipfelbesteigung unter die Sohlen nahm !
Unterwegs mit den Normalroutengehern erfuhr man persönliches, aktuelles zu Welt- und Lokalpolitik, den Namen des mitlaufenden Hundes (Neve - von ital.: neve/-i --> Schnee) und dass die Steine im Lechtal im Familiennamen "Zentraldolomit" heißen ! Auf dem höchsten Punkt der Wanderung angekommen, bot sich uns ein herrlicher Blick zurück auf die bereits bewältigte Wegstrecke samt umgebender bizarrer Bergwelt. Das Gesichtsfeld in Gehrichtung war noch durch die enge Abstiegsrinne eingeschränkt, was für die Moral einiger Teilnehmer auch ganz vorteilhaft war. Im Hinuntergehen erinnerte man sich, dass Ossi mal was von einem See gesagt hat und kaum 15 Minuten später lag er auch schon kristallklar und malerisch in die Landschaft eingebettet vor uns. Ein Platz zum Verweilen, da waren sich Mensch und Hund einig ! Einige Mutige nutzten die Gelegenheit für den letzten Badegang des Jahres während andere sich viel mehr für ein paar Kletterer in den zur Rechten liegenden Kalkwänden (aus dem überhaupt nicht brüchigen Zentraldolomit) interessierten. Die Harmonie der Nackten und Interessierten wurde dann plötzlich durch die Streitfrage nach dem nördlichsten Dreitausender gestört und so marschierten die ersten schon wieder weiter, um die nahe (nicht mehr bewirtschaftete) Steinseehütte nach eventuell vorhandenem Restbier abzusuchen !
Aber die Hoffnung der Durstigen blieb unerfüllt, nicht einmal der Hüttenbrunnen gab labendes Nass für die Trinkflaschen her. Dafür öffnete sich jetzt der Blick in Richtung Inntal und spätestens jetzt wurde einigen klar, dass der heurige Vereinsausflug noch lange nicht zu Ende war. Tapfer trottete man durch altweibersommertypisch spinnwebenbehangene Legföhrenlandschaften weiter, soff aus Gebirgsbächen und beschwor die Schönheit des warmen Herbsttages, um Gute Laune zu verbreiten. Als sich endlich der Gehweg zu einer Forststraße verbreiterte, war der Zielort immer noch nicht wirklich greifbar. Man wünschte sich sehnlichst ein Mountainbike herbei, das aber genauso wenig kam, wie ein freundlicher Mensch mit Platz im Auto !
Am Fuße des imposanten Steinbruchs von Starkenbach, bei der durch kolossale Maschinen angelegte Kiesgewinnung, dachte ich erbost darüber nach, wie die systematische Zerstörung unseres geliebten Dschungelbuches durch einen gewissen Bauunternehmer angesichts der hier natürlich vorhandenen Steinmassen (sehr brüchig) überhaupt irgendwie rechtfertigbar sei.
Doch gerade als sich mein Groll darüber so richtig aufgebaut hatte, bog eine kleine Asphaltstraße zu den ersten Wohnhäusern von Starkenbach ab und ich lief im Gastgarten des "(Ziel-) Gasthauses zur Birke" ein. Die Ersten warteten schon, grinsten einem mit einem halbvollen Bierglas entgegen und ich beeilte mich meine Bestellung trotz des obligatorischen Pulloveranziehens gleich abzugeben. Nach und nach trudelten die restlichen Vereinsbrüder ein und sogar die Abtrünnigen tauchten - gegenüber anderen Vereinsausflügen unüblich - rechtzeitig auf.
Alle waren stolz auf das ihr Marschpensum, wobei unser lieber Vereinsbruder Reinhold Meier, der die gesamte Strecke auf zwei (zu kurzen) Teleskopstöcken souverän, als einer der Ersten bewältigte, besonders lobend erwähnt werden muss ! Der bestellte Bus war überpünktlich zur Stelle und so schaute vor der Heimfahrt unser schwer tätowierter Busfahrer eben mal selbst noch schnell an der Bar vorbei.
Im Bus stellte sich dann ein Gefühl einer angenehmen Müdigkeit und Zufriedenheit ein, die einen nach Ankunft, Verabschiedung und anschließender Reinigung und Sättigung zu Hause verdient mit den Worten : "Danke Ossi !!" einschlummern ließ !

Tobias Trattner

Mittwoch, 15. August 2001

Kuffner Grat

Teilnehmer:

Andi, Heli, Tobi, Wolfi, Reini;

Tour:

Kuffner oder Tour Ronde Grat auf der Südseite des Mont Maudit.
Kuffner Grat
Was machen wir eigentlich hier? Sinnlos ist zwar Vieles was wir machen aber Weniges ist so unangenehm und gefährlich wie Bergsteigen, denken wir uns in diesem Augenblick. Wir stehen gerade auf einem verschneiten Grat, es ist windig und stockfinstere Nacht. In unsren Eingeweiden rumort der Fertigfraß von gestern Abend (Bivouac de la Fourche 3737m) mit dem Unbehagen des Augenblicks um die Wette. KuffnergratIm Kegel unserer Stirnlampen erkennen wir lose Blöcke und verschneite Risse auf der schmalen Gratschneide. Doch bald geht die Sonne auf.
Langsam beginnen die Sterne zu verblassen und der Himmel hinter Grandes Jorasses und Dent du Géant verfärbt sich zu einem blutigen Rot. Die Brenvaflanke wirkt nun schon etwas weniger gefährlich und mit dem sich gelblich verfärbenden Horizont stellt sich bei uns ein Zustand ein den man mit dem Oxymoron "müheloses Steigen" bezeichnen könnte. Doch schon bald treten neue Schwierigkeiten in Form von verschneiten Vierer Stellen in unseren Weg. Wir sind froh als wir zu Mittag die Mont Maudit West Schulter (4336m) erreichen. Eine uns entgegenkommende Seilschaft rät uns davon ab dem Grat zum Gipfel weiter zu folgen und wir entschließen uns auf das Col Maudit (4035m)abzusteigen.
Nach kurzer Rast brechen Tobi und ich, unsere Rucksäcke zurücklassend Richtung Montblanc (4808m) Hauptgipfel auf. Der Weg ist zwar mühsam aber unschwierig. Wir erreichen um 16.00 Uhr ziemlich erschöpft den höchsten Punkt Europas. Für Freude bleibt wenig Zeit und auch der eisige Sturm treibt uns abwärts. Nachdem wir den Abstieg mit seinen drei Gegenanstiegen (Col du Mt. Maudit, Col Tacul, Cosmiques Hütte) hinter uns gebracht haben, sind wir froh noch ein Abendessen und einen Schlafplatz auf der Cosmiques Hütte (3613m) zu bekommen... 




In die Wildnis


Unsere Küche


Los gehts ...


... immer weiter ...


... mit Pausen ...


... um die Aussicht zu bewundern ...


... oder ein Foto zu machen.


Das Ziel


Der Weg


Geschafft


Ende



© Reinhard Klier

Mittwoch, 1. August 2001

August 2001: Bianco-Grat und Tour Ronde Nordwand


Endlich, mein letzter Uni-Tag ist vorbei. Jetzt kann auch ich die Ferien geniessen, wovon mir die Innsbrucker Studenten schon seit einem Monat erzählen (in München beginnen die Ferien erst Anfang August). Also hinein ins Auto und ab nach Innsbruck. Aber schon auf der Autobahn, während ich gerade am Irschenberg im Stau stehe läutet das Handy: "Servus Wolfi, bist du schon am Weg, wir wollen endlich in die Westalpen !" Damit war das Thema Erholung führs erste erledigt. Kaum daheim angekommen werde ich auch schon über meine Ferienplanung für die nächsten Wochen in Kenntnis gesetzt: sobald der Wetterbericht stabiles Wetter verspricht fahren wir gen Westen. Als erstes steht der Bianco-Grat am Programm, danach geht es weiter nach Chamonix um noch einige Touren im Mont-Blanc Gebiet zu machen. Das Wetter hat dann aber doch Erbarmen mit mir und gesteht mir eine Woche zu, sodaß ich die wichtigsten Erledigungen in Innsbruck machen kann und sogar noch die Stubaier Wildspitze besteigen kann um mich ein bißchen zu akklimatisieren.
Ende der ersten Augustwoche halten es die anderen schließlich nicht mehr aus und wir (Andreas, Helmut, Reinhard und ich) starten, allerdings etwas verspätet, weil ich mit dem Packen doch etwas länger gebraucht habe und Helmut noch seinen Rausch ausschlafen mußte. Um ca. 18 Uhr stehen wir schließlich am Kutschenstand in Pontresina, nur um zu erfragen, daß die letzte Kutsche um 16 Uhr abfährt. So machen wir uns zu Fuß auf den nun 1,5 Stunden längeren Weg auf die Tschierva-Hütte die wir gegen 20.30 erreichen. Das Abendessen ist natürlich schon vorbei, aber die sehr netten Wirte machen uns doch noch eine gute Suppe, die uns mit viel Brot auch halbwegs sättigt. Bald nach dem Essen legen wir uns schlafen, weil wir ja früh wieder aufstehen müssen.

Bianco-Grat

Um 4 Uhr wird wieder geweckt und die gesamte Hütte frühstückt geschlossen. Anschließend geht es beim allgemeinen Aufbruch auf der kleinen Terasse ziemlich chaotisch zu. Als eine der letzten Gruppen brechen wir auf und gehen einfach den Stirnlampen die ein Stück vor uns zu sehen sind nach. Anfangs entspricht unser Weg der Beschreibung im Führer, als wir dann aber immer weiter und weiter in die Flanke des Piz Morteratsch kommen werden wir doch nervös. Im Führer steht da etwas ganz anderes. Aber wir sind schon so weit oben, daß niemand mehr Lust zum umkehren verspürt. So gehen wir einfach diesen Weg weiter. Glücklicherweise ist er genau der Richtige, nur wurde er erst nach dem Erscheinen des Führers gebaut. Bald erreichen wir so über ein Firnfeld und den ersten Felsaufschwung zusammen mit den ersten Sonnenstrahlen die Gratschneide. Nach einer Ecke sehen wir endlich die berühmte Firnschneide, den "eigentlichen" Bianco-Grat. Langsam macht sich bei mir die Höhe und mein relativ schlechter Trainingszustand bemerkbar und so falle ich trotz aller Anstrengungen weit zurück. Die morgendliche Bewölkung hat sich nun aber aufgelöst und das beeindruckende Panorama erleichtert mir meinen Kampf sehr.
Am Anfang des Felsgrates zum Piz Bernina warten die anderen schließlich auf mich und wir seilen an, da doch 4'rer Stellen zu bewältigen sind. Der kurze Felsgrat hat es in sich und so vergehen noch knapp 2 Stunden bis wir die Mittagssonne am Gipfel der Bernina geniessen können. Wir brechen aber bald wieder auf, weil wir heute noch weiterfahren wollen und der Talabstieg lang ist. Der Abstieg zum Rifugo Marco e Rosa ist problemlos. Dort erwartet uns allerdings ein kleiner Schock, weil ich neuen Tee kaufe und führ 3 Liter 20 Franken bezahlen muss. Weiter geht es durch die Eisbrüche des Morteratsch-Gletschers hinunter. Die fordern uns nocheinmal so richtig und nach dem fünften Gegenanstieg um wieder eine riesige Spalte zu umgehen, mag eigentlich niemand mehr so richtig. Schließlich erreichen wir am schon späteren Nachmittag die Gletscherzunge. Jetzt wird uns die Bedeutung von langer Abstieg so richtig bewußt, denn bis zur Straße sind es nocheinmal gute 2 Stunden. Da ich mittlerweile schon ziemlich langsam unterwegs bin, laufen die anderen vorraus um das Auto zu holen. Irgendwann ist aber jeder Abstieg zu Ende und auch ich komme in Morteratsch an. Bald darauf kommt auch schon das Auto und wir freuen uns alle auf ein gutes Essen.
Aber in Pontresina bzw. St. Moritz zu einem reichhaltigen Essen zu kommen, das man sich als Student auch leisten kann, stellt sich als echtes Problem heraus. So beschließen wir nach Davos zu fahren, weil es dort einen McDonalds gibt. Den erreichen wir schließlich um 22.45 (er schließt um 23 Uhr) und können uns so richtig satt essen. An eine Weiterfahrt ist jetzt natürlich nicht mehr zu denken, deshalb parken wir etwas außerhalb von Davos am Straßenrand um zu schlafen. Am nächsten Tag werden wir um ca. 9.30 von zwei netten Polizisten geweckt, die uns darauf aufmerksam machen, daß wild Campen verboten ist, uns aber schließlich nur zur Weiterfahrt auffordern. So schauen wir auf unserer Europakarte nach wie wir am schnellsten nach Chamonix kommen und entschließen uns führ die Route quer durch die Schweiz. Jetzt rächt sich der große Maßstab der Karte, denn unsere Fahrt führt uns über drei Pässe und so kommen wir erst am frühen Abend in Chamonix an. Dort quartieren wir uns nach kurzer Suche am Campingplatz "Le Dru" ein. Am nächsten Morgen kommt dann die Ernüchterung: es regnet in Strömen. Wir verbringen den ganzen Tag im Bus, während unsere Moral auf einen Tiefpunkt sinkt, sodaß schon Gedanken übers heimfahren laut werden. Der Wetterbericht verspricht aber eine Wetterbesserung und so bleiben wir doch noch und beschließen die Tour Ronde zu besteigen. Es wird auch wirklich besser und wir bewältigen den "anstrengenden" Aufstieg auf die Turiner-Hütte (d.h. 50 Hm Abstieg von der Seilbahnstation). Die Hütte ist nicht sehr gemütlich und unsere schweizer Lagernachbarn ("Das Fenster bleibt aber offen, sonst können wir nicht schlafen.") sind eher nervig, deshalb fällt uns der Aufbruch um 5 Uhr nicht ganz so schwer.

Tour Ronde Nordwand

Bald haben wir die Nordwand der Tour Ronde vor uns und sie ist in natura doch viel respekteinflößender als am Foto im Führer. Wir lassen die Rucksäcke am Einstieg zurück und gehen den ersten Teil bis zum Flaschenhals frei. Es geht relativ problemlos voran, allerdings erschweren uns 20-30 cm Neuschnee die zwei Tage zuvor gefallen sind den Aufstieg. Im Flaschenhals, des mit rund 60° steilsten Abschnitts, seilen wir an, bewältigen aber auch diese Stelle gut. Den oberen Teil gehen wir wieder frei. Mittlerweile hat aber der Wind ziemlich aufgefrischt und treibt beachtliche Mengen von Schnee über die Wand, sodaß man teilweise kaum mehr sieht wo man hinsteigt. Außerdem ist es dadurch auf gut-tirolerisch "scheißkalt" geworden. So sind wir froh, daß das Ende der Wand immer näher rückt. Auf den letzten Metern wird das Eis allerdings so spröde und schlecht, daß wir wieder anseilen und dadurch einige Zeit liegenlassen. Bei der Kälte ist das ziemlich frustrierend. Schließlich kommen wir aber oben an und queren am Gipfelaufbau vorbei auf die Südseite, wo uns die Sonne bei Windstille empfängt. Nach einer kurzen Rast zum Aufwärmen, gehen wir gemütlich das kurze Stück auf den Gipfel und genießen das tolle Panorama das sich uns bietet.
Der Abstieg geht zügig vonstatten und so stehen wir bald im Gletscherbecken. Die 500 Hm Gegenanstieg zur Seilbahnstation auf der Aguille di Midi ziehen sich dagegen sehr und sind fast anstrengender als die eigentliche Tour. Als wir endlich die Seilbahn erreicht haben, sind wir uns einig, daß es für diesesmal reicht und wir heimfahren. Aber wir sind uns auch einig, daß wir wieder herkommen müssen, was wir eine Woche später dann auch getan haben.


Wolfgang Klier 



Am Weg zur Hütte


1. Eisfeld


Der Firngrat


Ein Blick zurück


Ende des Firngrates


Der Gratturm


Der Gipfelaufschwung


Die Gipfelrast


Im Abstieg


Die Tour Ronde Nordwand


Sonnenaufgang


In der Wand


Im Flaschenhals


Noch ein Blick zurück


Kurz vorm Gipfel


Am Gipfel


Wieder am Wandfuß


Im Gletscherbecken


Blick zur Aguille di Midi


Der Gegenanstieg